Protokolle und Cloud-Unterstützung
Hier beeindruckt Cyberduck wirklich. Es unterstützt eine gewaltige Liste an Protokollen und Diensten: FTP, FTPS, SFTP, WebDAV, Amazon S3, Google Cloud Storage, Azure Blob, Backblaze B2, OpenStack Swift, Dropbox, Google Drive, OneDrive und mehr. Wenn Sie sich mit ausgefallenem oder unternehmensweitem Cloud-Speicher verbinden müssen, beherrscht Cyberduck ihn vermutlich.
Cyberduck bietet außerdem eine Cryptomator-Anbindung – clientseitige Verschlüsselung für jeden Cloud-Speicher. Das ist eine wirklich nützliche Funktion, wenn Sie sicherheitsbewusst sind und Dateien verschlüsseln möchten, bevor sie Ihren Rechner verlassen.
Die Liste von FTPie ist kürzer, deckt aber die Dienste ab, die die meisten tatsächlich nutzen: FTP, FTPS, SFTP, WebDAV, NAS-Freigaben über SMB, Google Drive, Dropbox, OneDrive, pCloud, Box, Mega, Koofr, OpenDrive, dazu eigene Konnektoren für selbst gehostete Clouds – ownCloud, NextCloud und SeaFile. Amazon S3, Azure Blob und Google Cloud Storage werden ebenfalls unterstützt, ebenso S3-kompatible Anbieter wie Cloudflare R2, Backblaze B2, Wasabi und DigitalOcean Spaces. FTPie bringt zudem eine eigene clientseitige AES-256-Dateiverschlüsselungmit: vor dem Hochladen verschlüsseln, und das Entschlüsseln ist für alle kostenlos, mit denen Sie teilen. Der Unterschied zu Cyberduck liegt im Modell – Cryptomator legt transparente verschlüsselte Tresore an (ein Standard, den auch andere Programme öffnen), während FTPie gezielt einzelne Dateien oder Ordner in einem eigenen, dokumentierten Format verschlüsselt.
Worin sich FTPie unterscheidet, ist das, was Sie mit diesen Verbindungen do können. Es beherrscht Server-zu-Server-Übertragungen – etwa Dateien von SFTP zu Google Drive zu verschieben, ohne sie vorher auf den eigenen Rechner herunterzuladen. Cyberduck kann das nicht; dort läuft jede Übertragung über Ihren Computer.